Gutshof Rogosi 2

Geschichtliches

Das Gutshaus Rogosi ( auf deutsch Rogosinsky ) wurde 1603 das erste mal erwähnt. Der Pole Stanislaw Rogosinsky, der auch der  Landherr war, gründete das Gut. Daher Stammt auch der Name des Gutshofes.

Man nimmt an, dass schon im Mittelalter am selben Platz eine Festung oder ein anderes gut gesichertes Gutshaus stand. Dafür spricht, dass das  Gutshaus eine einzigartige Struktur aufweist. Der Hof hat einen kastellförmigen Eingang, mit den Maßen 60 m mal 80 m. Von drei Seiten ist es umringt von Wasser, was erschwert, in das Gutshaus zu gelangen.

In der Schwedischen Zeit ( ab dem Ende von 1620 ) gelangte das Gutshaus in die Hände von  „von Liebesdorff, wo es auch mehr als 130 Jahre lang blieb. In dieser Zeit wurde am Westflügel das zweistöckige frühklassizistische Haupthaus gebaut. In dieser Zeit gab es  schon die Außenmauer des Kastells, die aber sehr niedrig war.

Am 12. August 1776 hieß der neue Gutsherr Christer Johann von Glasenapp, in dessen adliger Familie das Gutshaus bis zur Entstehung der Estnischen Republik 1919 blieb. In der Zeit wo die von Glasenapps das Gutshaus besaßen, wurde vor allem das Seitengebäude im Kastell gebaut.

Der Eingang wurde in der 2. Hälfte des 19 Jhds. mit einem  historischen Turm verschönert.

Nach dem die von Glasenapps das Gutshaus verlassen mussten, zog eine Schule in das Gebäude ein, die noch bis heute dort existiert. Ab 1990 wurde das Gutshaus oft restauriert. Die im Kastell stehenden Seitengebäude bekamen ein neues Gesicht und 1999 wurde der historische Turm auf dem Eingangstor ebenfalls restauriert.